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    <title>Spannendes von Heikes Schreibtisch</title>
    <link>https://www.autorin-heikewolff.de</link>
    <description>Die Autorin Heike Wolff erzählt über das Schreiben, über das Leben und natürlich über Griechenland.</description>
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      <title>Spannendes von Heikes Schreibtisch</title>
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    <item>
      <title>Was bei einem Verlagstreffen geschieht</title>
      <link>https://www.autorin-heikewolff.de/was-bei-einem-verlagstreffen-geschieht</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dort, wo nachts die Wölfe heulen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://main-verlag.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Main-Verlag
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und der Legionarion-Verlag, bei dem mein Fantasy-Manuskript angenommen wurde, haben zum Verlagstreffen ins Wendland geladen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            An erster Stelle muss ich ein paar Worte über die traumhafte Location verlieren. Das Treffen mit Seminarcharakter fand im
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.kenners-landlust.de/?gclid=EAIaIQobChMIoorkodzj_gIVAuuyCh0Y1wOwEAAYASAAEgIxEfD_BwE" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Bio-Hotel Kenners Landlust
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            statt. Der alte Fachwerk-Hof, am Hauptgebäude prangt die Jahreszahl 1839, liegt völlig einsam zwischen Kiefernwäldern und üppigen Wiesen. Seinem Charme bin ich sofort verfallen. Gleich vorm Eingang begrüßt mich der Wolf, der als Titelbild herhalten darf, denn hier sind wir im Wolfsland. Damit kann an diesem Wochenende nichts schief gehen. 
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Nach der langen Autofahrt gönne ich mir noch einen Waldspaziergang, lauschen dem Vogelkonzert und erfreue mich an der Kraft, mit der der Frühling die Natur belebt (die Heidelbeerernte wird gut!). Dann wird's ernst: Ich lerne die anderen kennen.
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch ich bin tatsächlich aufgeregt, wenn ich das erste Mal auf neue Menschen treffe, auch wenn ich es liebe, Leute kennenzulernen und - zumindest nach außen hin wenig Scheu habe. Mit klopfenden Herzen begebe ich mich also in die Teeküche, die für die nächsten Tage unser Domizil sein wird.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die erste, die ich sehe, ist Rhya Wulf, Autorin mit Hang zur keltischen Mythologie und frischgebackene Verlagschefin von Legionarion. Mit ihr hab ich schon so viel auf Facebook geschrieben, dass sie sich wie eine Bekannte anfühlt, und jetzt sitzt sie tatsächlich dort am schweren Holztisch. Ich überfalle sie regelrecht und die Freude des persönlichen Kennenlernens spiegelt sich auch in ihrem Gesicht.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Der zweite, den ich zumindest virtuell kenne, ist Wolfram Alster, Vorsitzender des Förderkreises Literatur e.V. und Verlagsleiter des Main-Verlags, und treibende Kraft hinter all dem, was diese Verlagsgruppe auf die Beine stellt. 
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Und dann sitzt dort noch ein drittes bekanntes Gesicht: Thomas Bäumler, der tatsächlich einen Krimi geschrieben, der neben dem Stiftland in der Oberpfalz auf Kreta spielt. Unglaublich, dass er ausgerechnet auf dieser, meiner Lieblingsinsel zum Schreiben gekommen ist
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Gruppe_Spaziergang.jpg" alt="Main-Verlag und Legionarion laden zum Treffen" title="Autoren beim Verlagstreffen des Legionarion-Verlages"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Heike_Hotelhinten-74cb0c70.jpg" alt="Heike mit Hotel Kenners Landlust im Hintergrund" title="Heike mit Hotel Kenners Landlust im Hintergrund"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch die anderen sind rasch kennengelernt:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mimi Guth, Verlagsleiterin von Polygon Noir, einem Verlag für LGBTQ-Jugenbücher, und ihren Autor Bernd Schöneck. Die Autorinnen Corva Rubin, Ann A. Kalliope. Karin, die Frau, die im Hintergrund der Verlagsgruppe alles zusammenhält, und Kathi Seefeld, die die Autoren betreut. Zum Essen erscheint noch Tine Wittler und - Schande über mich - verbringe ich den gesamten Abend damit, zu grübeln, woher mir Name und Gesicht etwas sagen, bis spät abends im Bett endlich der Groschen fällt: DIE Tine Wittler, die viele Jahre lang im Fernsehen bei RTL in der der Sendung "Einsatz in vier Wänden" zu sehen war. Wegen des späten Groschens und weil sie nur an diesem Abend Zeit hat, gibt's nicht mal ein Selfie. Anderntags wird noch Gepo Lynx zu uns stoßen. Der Kennenlernabend verläuft gelöst und lustig, es menschelt, und mich erfreut, dass es anderntags um 9:30 Uhr mit dem Frühstück weitergeht. Das ist mal eine Zeit, mit der ich als bekennende Eule etwas anfangen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Samstag erzählt Wolfram einiges aus dem Verlagsalltag und beleuchtet auch das Thema Lesungen. Erfreut stelle ich fest, dass ich bislang alles richtig gemacht habe. Die unterhaltsamen Geschichten aus dem Leben eines Verlegers vertiefen deutlich mein Verständnis für die Buchbranche und den Markt. Nach einer Mittagspause und einem ausgiebigen gemeinsamen Spaziergang im Duft der Traubenkirsche gibt uns Karin den rechtlichen Background. Dazu dürfen wir sie mit Fragen löchern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Den Abend beschließt eine Lesung am Kamin, den ich als passionierte Feuerhexe natürlich befeuere und damit das Kaminzimmer für alle anderen viel zu warm gestalte. Meine Wohlfühltemperatur war übrigens noch nicht erreicht, obwohl ich wie eine Katze unmittelbar am Ofen gesessen habe.
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Die Lesung ist meine Kirsche auf dem Eisbecher dieses Seminars für Autoren. Rhya liest aus einer Kurzgeschichte um ihren Zauberer und sie weiß, was ein Cliffhanger ist, denn das Ende erfahren wir nicht. Thomas stellt seinen neuesten Krimi vor und ich lerne einiges über Zoigl-Bier. Die dritte Leserin ist unsere Wirtin, Barbara Kenner, die eine poetische, wunderbare Geschichte vorträgt, die uns alle tief berührt.
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Danach versacke ich bis weit nach Mitternacht mit Ann bei tiefgründigen Gesprächen, während die anderen mit Wolfram Ginvorräte vernichten.
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Dann ist es plötzlich Sonntag und der Blues setzt ein. Wolfram liefert noch ein bisschen Input, noch ein paar Fotos, viele Umarmungen ehe wir uns in alle Winde zerstreuen.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Mein Fazit: Ein unglaublich interessantes und bereicherndes Wochenende, das in Herz und Hirn bleiben wird.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Gruppe-Schluss.jpg" alt="Abschiedbild vom Autorentreffen" title="Abschiedsbild mit den liebgewonnen Leuten"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 07 May 2023 19:12:11 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wer waren die Minoer?</title>
      <link>https://www.autorin-heikewolff.de/wer-waren-die-minoer</link>
      <description>Ein kurzer historischer Abriss der ersten Hochkultur Europas.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer waren die Minoer?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vor mehr als 5000 Jahren entwickelte sich auf Kreta die erste Hochkultur Europas. Hier steht die Wiege unserer europäischen Kultur. Von hier stammen die ältesten, erkennbaren europäischen Worte. Nickt man noch zum Labyrinth und denkt an den Minotauros, ist es kaum vorstellbar, dass die Hyazinthe seit viertausend Jahren so heißt. In diesem Artikel möchte ich einen Überblick über dieses faszinierende Volk geben, das mich zu meinem Roman inspiriert hat.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Namensgeber: König Minos, der Erbauer des Labyrinths
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ihren Namen hat diese Kultur von Minos, dem mythischen König von Knossos, der das Labyrinth erbaut hat und mit seiner Flotte als Seemacht das östliche Mittelmeer beherrscht haben soll. Der Engländer Sir Arthur Evans, der von diesen Sagen angetrieben Knossos ausgegraben hat, nannte das Volk, das hier gelebt hatte, nach ihrem legendären Herrscher. Obwohl von „den Minoern“ gesprochen wird, gab es vermutlich kein vereinigtes minoisches Volk unter einem König. Wahrscheinlicher ist es, dass die knapp 100 Städte, manche Quellen sprechen von 90, unabhängig waren. Dafür spricht, dass die kretische Landschaft aufgrund der mächtigen Gebirge kleinteilig ist, so dass sich einzelne Gemeinschaften entwickeln konnten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alte und neue Paläste
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um 2000 v. Chr. entstanden komplexe, mehrstöckige Gebäude, die als Paläste bezeichnet werden. Sie alle folgten dem gleichen Aufbau mit Zentralhof, Westhof, Vorratsräumen, Werkstätten und Kulträumen. Zu dieser Zeit bildete sich auch eine Elite aus Produzenten, Kriegern und Priestern heraus. Eine – von ägyptischen Einfluss geprägte – noch nicht entzifferte hieroglyphische Schrift wurde eingeführt, aus der sich drei Jahrhunderte später die erste, ebenfalls noch unentzifferbare Schrift Linear A entwickelte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwischen 1700 und 1750 v. Chr. zerstörten Erdbeben die alten Paläste und der Bau der neuen Paläste begann. Die Keramik, die Siegelringe mit ihren komplexen Darstellungen und die Fresken, die heute zum Beispiel im Archäologischen Museum von Heraklion zu bestaunen sind, zeugen von nicht nur von kunstfertigem Handwerk, sondern auch von Lebensfreude. Die Minoer kannten Musik, Gesang und Tanz. Religion schien ihnen wichtig zu sein, denn es finden sich zahlreiche kultische Stätten in Höhlen, zum Beispiel der Idäischen Grotte am Psiloritis oder der Kamares-Höhle, und auf Berggipfeln wie dem Kofinas oder dem Jouchtas. Ebenso hatten sie Friedhöfe, deren Funde von Ritualen rund um den Tod zeugen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/AgiaTriada_PithosHeike.jpg" alt="Die Autorin neben einem Pithos in Agia Triada"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vom Untergang der Minoer
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Ausbruch von Thera, dem heutigen Santorin, im 16. Jh. v. Chr. schwächte die Kultur auf Kreta. Die damit einhergehenden Erdbeben und die Flutwellen müssen große Teile der Flotte und die Städte im nur 120 Kilometer entfernten Kreta heimgesucht haben. Vielleicht kamen noch Dürren und Ernteausfälle hinzu, vielleicht machten sich Unruhen im Volk breit, das seine Herrscher infrage stellte – warum gut hundert Jahre später, um 1450 v. Chr., die Ankunft der Griechen aus dem Norden eine weiter Zäsur setzte und die meisten Paläste zerstört wurden, ist umstritten. Ob sie als Eroberer, als Invasoren kamen oder ob sie nur eine Lücke im Machtgefüge der geschwächten Minoer nutzten, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Die Zeit der Paläste auf Kreta war zu Ende, nur Knossos und Chania überdauerten für weitere Generationen, bis auch sie aufgegeben wurden und Kreta um 1200 v. Chr. in ein dunkles Zeitalter ohne Schrift stürzte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quellen: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Panagiotopoulos, Diamantis: Das minoische Kreta – Abriss einer bronzezeitlichen Inselkultur, Kohlhammer (2021)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Chaniotis, Angelos: Das antike Kreta, Verlag C.H. Beck (2004)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Sarg-1e4f6650.jpg" alt="Fresko auf dem Sarg von Agia Triada" title="Fresko auf dem Sarg von Agia Triada"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Keramik.jpg" alt="Minoische Keramik im Archäologischen Museum von Heraklion" title="Minoische Keramik im Archäologischen Museum von Heraklion"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Knossos-746a21ae.jpg" alt="Thronsaal in Knossos" title="Thronsaal in Knossos"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 07 Apr 2023 16:07:47 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.autorin-heikewolff.de/wer-waren-die-minoer</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Phaistos_Totale.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Phaistos_Totale.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Weihnachtsgeschichte</title>
      <link>https://www.autorin-heikewolff.de/weihnachtgeschichte</link>
      <description>Hat der Weihnachtsmann eine Familie?
Eine Weihnachtsgeschichte für Weihnachtsmuffel und die, die den Zauber dieser Zeit lieben.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hat der Weihnachtsmann eine Familie?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Geschichte für Weihnachtsmuffel und für die, die an den Zauber dieser Zeit glauben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Am Rande der kleinen Stadt stand ein winziges Häuschen. Der Schnee hatte das rote Dach und die drei Fichten im schmalen Vorgarten mit einer weißen Haube überzogen. Auch die Fenster des Hauses waren geschmückt. Hier baumelte ein großer Strohstern, da sah ein Nussknacker grimmig in die kalte Nacht hinaus. Im Haus selbst war es gemütlich warm. Es roch nach Zimt und gebrannten Mandeln. Im ersten Stock brannte in einem der Zimmer eine Nachttischlampe. In ihrem Schein lag ein kleines Mädchen in seinem Bettchen. Das rötliche Haar fiel ihr wirr in die Stirn und sie strich es energisch mit der Hand zurück, so als wollte sie nichts verpassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Vati, sag mal, ist der Weihnachtsmann denn ganz alleine? Oder hat er auch jemanden, wie ich Dich und Mutti?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Vater strich ihr über die Wange. „Nun“, antwortete er, „der Weihnachtsmann war lange allein, doch dann eines Tages geschah etwas ganz besonderes. Etwas, das nur zur Weihnachtszeit passieren kann, ein kleines Wunder. Willst du die Geschichte hören, Sylvie?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Oh ja! Ja, bitte!“ Sylvie klatschte begeistert in die Hände.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Na gut, aber zuerst musst du dich wieder richtig hinlegen.“ Erst als Sylvie warm in die Kissen gekuschelt war, begann er zu erzählen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Es ist noch gar nicht so lange her, da wartete ein Mädchen auf den Weihnachtsmann. Sie war so alt wie du und sie sah auch ein bisschen so aus.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Wie heißt das Mädchen?“ fragte Sylvie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Es hieß Kati.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Dann heißt sie ja so wie meine Schwester!“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Das stimmt. Kati freute sich sehr auf den Weihnachtsmann. Ihre Mutter hatte versprochen, dass er am Heiligabend höchstpersönlich vorbeikommen würde. Sie hatte einen ganz langen Wunschzettel geschrieben. Den ganzen Tag sprang sie herum und vergaß sogar, Pfefferkuchen zu essen. Kati mochte nämlich Pfefferkuchen und ganz besonders die, die ihre Mutter selbst gebacken hatte.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „So wie ich! Aber sag mal, du redest immer nur von Kati und ihrer Mutter. Hat Kati denn keinen Vater?“ warf Sylvie ein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Kati und ihre Mutter lebten allein. Katis Vater war schon vor langer Zeit weggegangen. Sie kannte ihn gar nicht.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Och, ist das traurig. Hat sie denn wenigstens eine große Schwester so wie ich?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Nein, die hatte Kati nicht. Sie war wirklich ganz alleine mit ihrer Mutti.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Da bin ich aber froh, dass ich euch habe. Erzähl weiter!“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            „Kati wartete also gespannt auf den Weihnachtsmann. Endlich, endlich wurde es dunkel. Die Mutter zündete die Kerzen auf dem Tannenbaum an. Aus dem Radio kam Weihnachtsmusik. Es fehlte nur noch der Weihnachtsmann. Kati saß ungeduldig am Fenster. Er musste doch gleich klingeln! Ob er wohl auf dem Schlitten fuhr? Hatte er Rentiere davor gespannt? Sie drückte sich ihre Nase an der kalten Scheibe platt. Doch der Weihnachtsmann kam und kam nicht. Schließlich war es schon sehr, sehr spät. Sie war sehr traurig und hatte ein bisschen geweint. Ihre Mutter brachte sie ins Bett und las ihr eine Geschichte vor. Aber Kati hörte gar nicht zu, so enttäuscht war sie vom Weihnachtsmann.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Der Weihnachtsmann ist nicht gekommen? Wirklich nicht? Das ist ja schrecklich!“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ja und deshalb war auch die Mutter bedrückt. Dem Weihnachtsmann konnte etwas passiert sein. Vielleicht war er auf dem Schnee ausgerutscht und hatte sich ein Bein gebrochen? Sie musste einfach nach dem Rechten sehen. Deshalb zog sich die Mutter, als Kati dann schlief, einen Mantel an und bat noch schnell eine Nachbarin, auf Kati aufzupassen. Dann machte sie sich auf zum Haus des Weihnachtsmannes.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Katis Mutter weiß, wo der Weihnachtsmann wohnt?“ Sylvie riss erstaunt die Augen auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Viele Mütter wissen das.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „So? - Ob Mutti das auch weiß?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Bestimmt. Du kannst sie ja morgen fragen.“ Der Vater lächelte verschmitzt. „Die Mutter lief also durch den tiefen Schnee zum Haus des Weihnachtsmannes. Es war furchtbar kalt und niemand war mehr so spät abends unterwegs. Der Schnee knarrte bei jedem Schritt, doch sonst war es sehr still. Überall leuchteten Kerzen in den Fenstern. Sie sah Menschen neben dem warmen Ofen feiern und glücklich lachen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Endlich hatte sie das Haus des Weihnachtsmannes erreicht. Es stand ganz klein als letztes in einer Reihe von Häusern. Im schmalen Vorgarten glitzerte der Schnee auf den drei Fichten wie tausend Sterne, doch im Haus selbst brannte kein Licht. Mit steif gefrorenen Fingern drückte die Mutter auf die Klingel. Nichts passierte. Sollte der Weihnachtsmann Weihnachten wirklich vergessen haben? Sie klingelte noch einmal. Es dauerte sehr lange und die Mutter wollte schon wieder gehen, da öffnete sich die Tür.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Der Weihnachtsmann!“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Genau! Er stand in der Tür und die Mutter konnte die rote Nase genau erkennen. Der Weihnachtsmann nieste, er hatte sich wohl eine Grippe eingefangen! Er lud sie ins Haus ein und bot ihr heißen Tee an. Da sah die Mutter, dass es ihm wirklich schlecht ging, seine Hände zitterten, als er ihr die Tasse reichte. Sie erzählte dem Weihnachtsmann von ihrer kleinen Tochter. Sie erzählte, wie traurig Kati darüber war, dass er sie nicht besucht hatte. Da wurde der Weihnachtsmann nachdenklich. Gemeinsam überlegten sie, was zu tun sei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich kam dem Weihnachtsmann die Idee! Er rief seinen Bruder an.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Das war doch bestimmt der Nikolaus.“ Sylvies Stimme klang schon sehr schläfrig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Bestimmt. Obwohl es mitten in der Nacht war und der Bruder am anderen Stadtende wohnte, kam er sofort. Sie öffneten den großen Kleiderschrank des Weihnachtsmannes und holten den roten Mantel mit weißem Pelzbesatz hervor. Dann folgte er der Mutter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Du kannst dir vorstellen, wie sehr Kati sich freute, als sie von ihrer Mutter geweckt wurde. Der Weihnachtsmann war da, hier, mitten in ihrem Zimmer!“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Moment sagte eine sanfte Stimme: „Das Ende der Geschichte hört sie wohl nicht mehr.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Vater sah, dass die kleine Sylvie tatsächlich eingeschlafen war. Er spürte den weichen Arm seiner Frau, Sylvies Mutter. „Vielleicht ist das auch besser so“, sagte er.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Es ist schön, dass morgen wieder die ganze Familie zusammen ist“, flüsterte sie an seinem Ohr. „Manchmal vermisse ich mein großes Mädchen sehr.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ich freu mich auch, daß Katerina nach Hause kommt, und ich freu mich, meinen Bruder wiederzusehen. Heiligabend wird immer etwas ganz besonderes bleiben, vor allem für einen Weihnachtsmann wie mich.“ Er zwinkerte ihr mit beiden Augen zu und nahm sie fest in die Arme. Sie betrachteten noch einmal Sylvies Gesicht, dann löschten sie das Licht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Draußen taumelten wieder weiße Flocken durch die Nacht. Sie legten sich auf die Zweige der drei Fichten im schmalen Vorgarten des kleinen Hauses am Rande der Stadt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Frohe Weihnachten!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern ruhige, friedliche Weihnachten. Genießen Sie die Zeit mit Ihren Lieben und wer weiß, vielleicht liegt sogar ein Buch für Sie unterm Weihnachtsbaum.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ihre Heike Wolff
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 23 Dec 2022 20:22:24 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Leseprobe "Der Untergang von Phaistos"</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Leseprobe
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Werfen Sie einen ersten Blick auf die Geschichte von Ide. - Leseprobe 1. Kapitel
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sturm an der libyschen Küste
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Winter wollte in diesem Jahr nicht enden. Seit Wochen zeigte jeder Tag ein anderes Grau. Stürme jagten tief hängende Wolken über das Meer. Manchmal hielten sie für ein paar Stunden inne, nur um dann mit neuer Kraft die See aufzuwühlen und die bleiernen Wogen gegen die Felsen vor der Küste zu schmettern. Dazu trommelte ununterbrochen Regen auf die krummen Wacholderbäume in den Dünen und die schiefen Lehmhütten dazwischen. Er führte den feinen Sand aus der Wüste mit sich und hinterließ überall eine braune Schicht, die sich in jeder Ritze und jedem Gewebe festsetzte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unbeeindruckt vom Tosen der Brecher stand eine Frau am Ufer. Obwohl die gerundeten Schultern und der breite Stand verrieten, dass sie schon viele Jahre gesehen hatte, haftete ihrem Gestus, der Art, wie sie dann Kinn erhoben trug, etwas Herrschaftliches an. Ihre bloßen Füße blieben gerade außerhalb des Schaumteppichs, den die Wellen auf den Strand rollten. Jeden Morgen kam sie hierher und starrte hinaus zu dem Schiff, das hinter der zerklüfteten Felsbarriere in der aufgepeitschten See krängte. Gegen die feuchte Kälte wickelte sie sich in eine gemusterte Decke in Rot, Orange und Violett. Die grauen, noch kräftigen Haare bändigte ein buntes Tuch. Vor der Kulisse aus Grautönen wirkte sie wie ein Versprechen, dass auch dieser Winter endete, Meer und Himmel zu ihrem Blau und Türkis zurückfanden und der rosafarbene Muschelsand die Wärme der Sonne speicherte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Regen tropfte durch das Dach aus Zweigen, unter dem Kapetan Makar saß und die Frau beobachtete. Erste weiße Fäden zogen sich durch sein Haar, das ihm bis auf die Schultern fiel. Sein sehniger Körper verriet die harte Arbeit, an die er gewohnt war, obwohl er sich jetzt schlaff von all der Langeweile fühlte. Gedankenverloren ließ er den Feigenschnaps im Becher kreisen. Es war viel zu früh dafür. Allerdings ließ ihn das warme Brennen in seinem Bauch die Wochen ertragen, die er in diesem Nest mit seinen schlammigen Wegen und verrußten Hütten festsaß. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anfangs, nachdem der Sturm sein Schiff beschädigt und ihm ein Drittel seiner Männer genommen hatte, war noch genug zu tun. Gegen die Reste der Ladung, die das Unwetter übrig gelassen hatte, tauschte er Holz ein, um den Rumpf zu reparieren. Rasch ließen sich Männer anheuern, die die Aussicht auf Abenteuer und fremde Länder lockte. Seitdem verlief jeder Tag gleich: Sturm. Regen. Kalte Feuchtigkeit, die in seine Knochen kroch. Und dieser Sand. Mit der Zunge fuhr er sich über die Zähne, das raue Gefühl in seinem Mund blieb.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://www.akres-publishing.com/products/der-untergang-von-phaistos" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Cover-Phaistos-1243d18a.JPG" alt="Cover vom Roman Der Untergang von Phaistos" title="Romancover Der Untergang von Phaistos"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er war in einem Alter, in dem morgens die Gelenke steif waren, und so vermisste er die dicken Mauern und warmen Feuer seiner Heimat. Nur das Wetter musste noch mitspielen, damit er in See stechen und diesen trostlosen Ort hinter sich lassen konnte. Er nahm einen Schluck, um den staubigen Geschmack hinunterzuspülen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Darf ich mich zu dir setzen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Makar stellte den Becher weg. Vor seinem Tisch stand die Frau in der bunten Decke.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Nur zu.« Er wies auf den Platz gegenüber und betrachtete sie genauer.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Falten, die das Alter in ihr Gesicht gegraben hatten, verrieten ein hartes, doch auch freudiges Leben. Sie war älter, als er gedacht hatte. So alt wie seine Mutter vielleicht, wenn sie noch am Leben wäre. Umständlich ließ sie sich auf dem Kissen nieder und nahm die Hände zu Hilfe, um die Beine unterzuschlagen. Dabei rutschte die bunte Decke über ihre Schultern und gab den Blick auf eine auffallende Kette frei, an der drei Achatkugeln baumelten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Wie üblich?«, fragte der Bärtige, dem das Haus gehörte und der Reisenden hier einen dünnen Sud aus Salbeiblättern, Schnaps und, wenn man Glück hatte, auch etwas zu essen anbot.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Funkeln trat in ihre Augen. »Ich nehme das Gleiche wie er.« Ihre Stimme klang kratzig und das lag nicht allein an der kehligen Sprache, in der sie hier redeten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bis der Schnaps kam, schwieg sie. Makar fragte sich, warum sie sich zu ihm gesetzt hatte. In all den Wochen, in denen er jeden Tag unter diesem Dach verbracht hatte, kam sie das erste Mal zu ihm. Er hatte gesehen, wie sie am Ufer stand und zu seinem Schiff hinausstarrte. Irgendwann begann sie, ihn mit einem Nicken zu grüßen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als der Schnaps vor ihr stand, hob sie den Becher und prostete ihm zu. Ihm fiel die dünne, helle Linie an ihrem Unterarm auf. Eine alte Narbe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Der Regen endet morgen«, sagte sie zu seiner Überraschung in seiner Sprache. Ihre Betonung wirkte ungelenk, als hätte sie diese Worte schon lange nicht mehr benutzt. »Dann wirst du nach Kreta segeln.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Du bist gut unterrichtet.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nimm mich mit.« Sie sagte es geradeheraus, ließ keinen Zweifel, dass sie es ernst meinte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Makar lachte auf. »Warum sollte ich das tun? Du bist eine alte Frau. Ich bezweifle, dass du die Reise überstehst.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Es soll nicht dein Schaden sein. Hier.« Sie nahm die Kette ab, schob sie in die Mitte des Tisches.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Makar ließ sie liegen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Sie bedeutet mir viel. Mehr bedeutet mir, ein letztes Mal nach Kreta zu kommen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er horchte auf. »Du warst bereits auf der Insel?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich will dort sterben.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Was sagst du da?«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Lass mich dir meine Geschichte erzählen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Regen sang auf dem Blätterdach. Die See brandete hart auf die Klippen. Heute geschah nichts Besonderes mehr. Warum also nicht?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie nahm noch einen Schluck, als wollte sie sich Mut antrinken. Die Augen auf den Horizont geheftet, begann sie:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Jedes Mal, wenn ich an Kreta denke, schlägt mein Herz schneller und eine Sehnsucht dringt in die Fasern meines Körpers. Dann gehe ich zum Strand hinunter, laufe durch den Sand, der sich zwischen meine Zehen presst, bis das Meer an den Füßen zieht, und ich schaue nach Norden. Dort liegt sie, meine Insel, meine Heimat. Wie viele Jahre ist es her, dass ich über die rote Erde schritt, der Duft von Zedern und Lorbeer mich umfing? Ich weiß es nicht genau. Die Tage hier ziehen dahin wie die Wellen. Das Land in meinem Rücken erstreckt sich ausgedörrt bis zum Horizont. Das ganze Jahr über weht einem der Wind den Staub ins Gesicht, der sich in den Augenwinkeln absetzt und in die Ohren kriecht. Wie vermisse ich die Olivenhaine mit silbrig schimmernden Blättern, die schroffen Gipfel, deren Spitzen weit ins Jahr hinein der Schnee bedeckt, und die sprudelnden Bäche in den Eichenwäldern. Ich erinnere mich an unsere Stadt auf dem Hügel: gepflasterte Wege, marmorverkleidete Wände, auf denen gemalte Szenen von Frohsinn und Schönheit künden. Das Meer liegt wie ein glänzender Spiegel zur Linken, zur Rechten erhebt sich das Gebirge, dessen Namen ich trage. Dazwischen erstreckt sich fruchtbares, grünes Land, ein üppiger Garten, der den Menschen seinen Reichtum schenkte. Meer und Berge sind immer noch da und werden die Ewigkeit überdauern, doch mein Kreta gibt es nicht mehr. Phaistos ist untergegangen. Hier an diesen fremden Gestaden erzähle ich seine Geschichte, damit sich jemand erinnert, wenn ich es nicht mehr kann.«
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neugierig geworden?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dann bestellen Sie noch heute Ihr Exemplar - überall im Buchhandel oder
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.akres-publishing.com/products/der-untergang-von-phaistos" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           direkt beim Verlag
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als Print oder E-Book erhältlich.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Signierte Ausgaben können Sie bei mir erwerben. Schreiben Sie mir dazu gern über das
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
      
           Kontaktformular.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 11 Dec 2022 20:01:07 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.autorin-heikewolff.de/leseprobe-der-untergang-von-phaistos</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Phaistos_brennt.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kreta ... und  mein Herz schlägt rascher</title>
      <link>https://www.autorin-heikewolff.de/kreta-und-mein-herz-schlaegt-schneller</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie es dazu kam, dass ich mich in Kreta verliebte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            "Kreta", murmelte ich, "Kreta", und mein Herz schlug rascher. 
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Auch nach Jahren trifft dieser Satz aus Nikos Kazantzakis „Alexis Sorbas“ auf mich zu. Deshalb verdient diese Insel einen eigenen Text in diesem Blog. 1996 besuchte ich zum ersten Mal Griechenland und war so fasziniert, dass ich mehr von diesem Land sehen wollte. Nach Kreta kam ich das erste Mal ein Jahr darauf. Dank vorgelebter Sicherheiten und mangelnder Erfahrung im Reisen ganz brav als Pauschaltourist. Untergebracht in einem ziemlich hässlichen Hotelbunker bei Iraklio mit einem überfüllten Strand über die Straße, erahnte ich dennoch den Zauber. Ich erinnere mich an den Zitronenbaum im Hotelgarten, von dem der Wirt frische Zitronen für meine Cola pflückte. Deutlich sehe ich den verbeulten VW Polo vor mir, mit dem ein vollbärtiger Bauer frisches Lammfleisch anlieferte. Das ausgenommene Tier lag einfach so im Kofferraum.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Damals besuchte ich auch zum ersten Mal Lendas. Das kleine Dorf klemmt am Fuße des Asteroussia-Gebirges, umspült von der Lybischen See. Im Westen wird die Ansammlung weißer Häuschen von einem Felsen begrenzt, der an einen Löwen erinnert. Die Sage erzählt die Geschichte des Löwen von Lendas: Kreta und Afrika hingen einst zusammen. Als sich Kreta vom afrikanischen Kontinent trennte, sprangen alle Löwen hinüber nach Afrika. Nur einer schaffte es nicht. Er weinte bittere Tränen, bis er versteinerte und für immer aufs Libysche Meer hinaus schaut, sehnsuchtsvoll in Richtung Afrika. Deshalb ist das Mittelmeer salzig …
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer einfachen Taverne am Strand fragte die Besitzerin, deren Namen ich damals noch nicht kannte, ob wir ein Zimmer wollen. Elpida ahnte bis an ihr Lebensende nicht, dass sie damit zweierlei bewirkte: Zum einen das Ende meines Pauschaltouristentums, zum anderen eine tiefe Verbundenheit zu diesem Fleckchen Erde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Amyklaion1-53cd811b.jpg" alt="Südküste von Kreta bei Kalamaki" title="Kretas Südküste"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Lendas zog schon im Altertum die Reisenden an. Um eine Quelle mit heilkräftigem Wasser entstand eine Badeanstalt, ein Kurort, zu dem sich die Reisenden begaben. Das Wasser, aus dem sie heute auf der anderen Seite des Berges Limonade machen, soll immer noch besondere Kräfte haben. Ein Fischer erzählte mir einst die Geschichte vom magischen Lendaswasser. „Wer das Wasser trinkt, kommt wieder“, sagte er. Es muss am Wasser liegen. Mit logischem Menschenverstand ist dieser Zauber nicht zu erklären, der mich seitdem mindesten einmal jährlich nach Kreta und nach Lendas führt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Oft werde ich gefragt, ob ich nicht das Gefühl habe, etwas zu verpassen, wenn ich nur Griechenland bereise. Die Welt kenne doch so viele interessante Orte. Mag sein. Ein paar davon hab ich schon gesehen. Doch keiner schafft es, diese Sehnsucht zu stillen. Nirgendwo breitet sich diese Ruhe in mir aus, erfüllt mich das Gefühl, ganz bei mir selbst zu sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kreta erscheint mir wie ein destilliertes Griechenland. All das, was die Faszination Griechenland ausmacht, erlebe ich hier viel dichter, komprimierter, intensiver. Ein unbekannter Autor versuchte dies in Worte zu fassen, die auf der Weihnachtskarte meiner Lieblingsautovermietung an meiner Pinnwand überdauern:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wunderbares kreta
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           du stolze Insel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           mit deinen hohen bergen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           tiefen schluchten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           und lieblichen stränden
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           schwimmend in der blauen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           mediterranen See
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           unter strahlend gelber sonne
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           und azurem himmel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           jahrein – jahraus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           jahrtausende
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wer dich besucht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           den ziehst du in deinen bann
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           unbemerkt und keiner logik
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           folgend
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ist man dir verfallen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           lebenslang
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/AgioFarago-4a1b1067.jpg" alt="Kapelle in der Schlucht Agiofarago" title="Kapelle in der Agiofarago-Schlucht"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und so wundert es nicht, dass ich einen Roman schreiben wollte, der auf dieser zauberhaften Insel spielt. Jeder Meter Boden, den der Fuß auf Kreta berührt, ist von Geschichte durchtränkt. Zeugen aus allen Epochen gibt es zu entdecken. Ganz besonders fasziniert mich die Kultur der Minoer, der ersten Zivilisation auf europäischen Boden, und ihr geheimnisvoller Untergang. Besonders Phaistos, die minoische Stadt in der Messara-Ebene, nicht weit von Lendas, hat es mir dabei angetan. Deshalb spielt hier meine Geschichte
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/romane"&gt;&#xD;
      
           "Der Untergang von Phaistos"
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Der Roman um Ide ist meine ganz persönliche Liebeserklärung an diese meine Herzensinsel.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Balos.jpg" alt="Lagune von Balos" title="Lagune von Balos"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 13 Nov 2022 21:11:24 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.autorin-heikewolff.de/kreta-und-mein-herz-schlaegt-schneller</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/L%C3%B6we_blauesMeer.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/L%C3%B6we_blauesMeer.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Sprachprobleme und Lammfleischrezepte</title>
      <link>https://www.autorin-heikewolff.de/sprachprobleme-und-lammfleischrezepte</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Geschichte über kretischen Pragmatismus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Überall auf Kreta laufen Schafe frei herum. Biegt man auf den Serpentinenstraßen um eine Kurve, versperren sie den Weg. Sie liegen im Winter auf dem warmen Asphalt und lassen sich selbst durch Hupen nur schwer überzeugen, Platz zu machen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch bei unserem Freund Manolis lief ständig eine Gruppe über die Baustelle seines kleinen Hotels weit außerhalb eines Dorfes, hinterließ überall ihre Nurpeln und zertrampelte gerade erst angelegte Wege und Rabatten. Im frisch gegossenen Beton fanden sich Klauenabdrücke und eine Wand der für den Pool ausgehobenen Grube war eingebrochen, als die Tiere auf der Suche nach Wasser hinunter geklettert waren. Manolis verlor langsam die Geduld. Wenn die morgen wieder hier sind, sagte er zu seinem Mitarbeiter Niko, einem Albaner, würden sie sie schlachten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anderntags kam Manolis am späten Vormittag auf die Baustelle. Er fand Niko bei einem Schuppen, wie er just einem Schaf die Kehle durchschnitt. Manolis, mit viel griechischem Temperament gesegnet, tobte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Niko ließ das Donnerwetter über sich ergehen und bemerkte gelassen, Manolis habe gesagt, wenn sie wieder das Grundstück verwüsteten, solle er sie schlachten. Er hätte schon mal angefangen, die anderen wären im Schuppen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Manolis öffnete die Schuppentür. Acht Schafe drängten sich in der Hütte und blökten. Mit wedelnden Armen scheute er sie hinaus. Offenbar hatte Niko, der schon viele Jahre auf Kreta lebte und die Sprache fließend beherrschte, kein Ohr für griechischen Sarkasmus entwickelt. Immer noch aufgebracht ließ er den Albaner stehen, stürzte davon und – stolperte über ein weiteres totes Schaf, das an der Seite vom Schuppen lag. Neben ihm noch zwei Kadaver. Er fuhr herum.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Niko, der die Hände in den Taschen vergraben hatte, zog eine Augenbraue hoch und zuckte die Schultern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Manolis überlegte. Die Schafe gehörten mit Sicherheit einem der Bauern aus dem Dorf. Wem war nicht klar, da sie keine Markierung trugen. Das konnte nur zu Streit mit seinen neuen Nachbarn führen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Niko, der um die Aufrichtigkeit seines Chefs wusste, erkannte das Dilemma in Manolis‘ Miene. Also schlug er vor, sie aufzuessen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Schafe4a.jpg" alt="Cover Vertriebskennzahlen für Stadtwerke"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Manolis zögerte. Oft passierte es, dass ein Schaf in eine Felsspalte stürzte und verendete oder dass ein freilaufender Hund Beute machte. Ehe die Bauern das nächste Mal die Tiere zur Schur zusammentrieben und feststellten, dass vier Schafe fehlten, vergingen noch Monate.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Niko griff eins der Schafe an den Hinterläufen und lud es sich auf die Schulter. Zwei du, zwei ich. Die Knochen vergraben wir.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Langsam nickte Manolis.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seither kennt er hunderte Lammfleischrezepte.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 20 Aug 2022 20:11:24 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.autorin-heikewolff.de/sprachprobleme-und-lammfleischrezepte</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Schafe3a.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Schafe3b.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen</title>
      <link>https://www.autorin-heikewolff.de/der-anfang</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Weg zur Romanautorin
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen, sagte Aristoteles, und so beginne ich mit dieser Webseite ein neues Kapitel in meinem Schriftstellerdasein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Angefangen hat alles in meiner Kindheit. Ich habe mir leidenschaftlich gern Geschichten ausgedacht. Schreiben zu lernen, war ein Geschenk. Meine ersten Texte habe ich mit 13 Jahren weggeschmissen, weil ich mich für sie geschämt habe. Die Geschichten, die dann entstanden sind, gibt es noch heute. Ihr seht hier ein paar Cover.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Karl May und Jack London
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe immer geschrieben, wenn ich Zeit hatte, sogar heimlich in der Schule, wenn mich der Unterricht langweilte, war stets mit einem Notizbuch und Stift anzutreffen. Karl May hat mich genauso inspiriert wie die Fernsehserie „Der Mann in den Bergen“ und die Walt-Disney-Tierfilme, zum Beispiel „Der einsame Puma“. Als ich älter wurde, begeisterte mich Liselotte Welskopf-Henrich besonders mit der Pentalogie „Das Blut des Adlers“, die eine Geschichte der Indianer in den 60er und 70er Jahren in einem Reservat erzählt. Auch Jack London und die Bücher aus der Spannend-erzählt-Reihe, insbesondere Eduard Klein, hielten meine Lust am Erzählen lebendig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Tür zur Phantastik geht auf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach einem kurzen Ausflug zu den Liebesgeschichten in meinen Teeniejahren, traf ich auf jemanden, der mir die Tür zur Phantastik öffnete. Science Fiction und Fantasy fand ich damals ziemlich doof. Er drückte mir Asimovs „Stahlhöhlen“ in die Hand und der Deal lautet: Lies das Buch. Wenn du es blöd findest, lass ich dich mit dem Genre in Ruhe. Nun, ich fand es großartig und verschlang die komplette Foundation-Saga über alle 18 Bände. Als nächstes nahm ich mir den Darkover-Zyklus von Marion Zimmer Bradley vor, eine Welt die ich bei allen Vorbehalten der Schriftstellerin gegenüber immer noch schätze. Die von Asimov und Bradley herausgegebenen Sammlungen mit Kurzgeschichten prägten von nun an über viele Jahre mein Schreiben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Inzwischen lese ich querbeet. Bis auf Romance, die mich tatsächlich langweilt, und Horror, zu dem ich keinen Zugang finde, ist nahezu alles dabei: Thriller, Abenteuer, Historisches, literarische Romane und immer wieder die Phantastik, wobei ich Science Fiction, High Fantasy und Low Fantasy bevorzuge. Was meine aktuellen Favoriten sind, darüber berichte ich hier ein andermal.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus Abschlussarbeiten werden Sachbücher
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Kurzgeschichten, die in all den Jahren entstanden sind, habe ich auf Lesebühnen vorgetragen. Irgendwann reizte mich das Projekt Roman. Ich verfasste ein Fantasy-Manuskript und fand die Rohfassung so schlecht, dass sie bis heute in hintersten Winkel meiner Festplatte verrottet. Das Leben und mein Wunsch, mein Studium zu upgraden, kam dazwischen. Denn Hausarbeiten und Abschlussarbeiten in meinen beiden nebenberuflichen Studien ließen keinen geistigen Raum für Belletristik. Immerhin habe ich in dieser Zeit meine beiden Abschlussarbeiten als Fachbuch veröffentlicht: aus Spaß an der Freude bei GRIN, wo Diplomica bzw. der Igel-Verlag darauf aufmerksam wurden und sie ins Verlagsprogramm aufgenommen haben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Cover_Vertriebskennzahlen-f159e59d.JPG" alt="Cover Vertriebskennzahlen für Stadtwerke"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Endlich das Abenteuer Roman
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach meinem Studium war klar, jetzt schreibe ich wieder belletristisch. Wieder reizte mich der Roman mehr als die Kurzgeschichte und mein Manuskript „Der Turm der Winde“ entstand, das ein Zuhause im
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://legionarion-verlag.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Legionarion-Verlag
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            gefunden hat und sehnsüchtig auf seine Veröffentlichung wartet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit meinem zweiten Roman habe ich mich auf historisches Terrain gewagt. Kreta und die Kultur der Minoer haben mich schon seit meinem ersten Besuch auf der Insel vor vielen Jahren fasziniert. Weil es einfach zu wenig Romane über diese spannende Zeit gibt – ganz im Gegensatz zum Beispiel über das alte Rom – habe ich das Buch, das ich gern lesen möchte, einfach selbst geschrieben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erste Veröffentlichung steht bevor
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Projekt „Phaistos“ erscheint planmäßig am 1. Dezember 2022 bei
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.akres-publishing.com/products/der-untergang-von-phaistos" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           istolé, einem Imprint des AKRES Verlages
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , der sich gerade neu gründet und sich historischen Stoffen verschrieben hat. „Der Untergang von Phaistos“, so der Titel, gehört zum Startportfolio des Verlags, dessen Macher mit viel Liebe und Leidenschaft an das Thema herangehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darum dieser Blog
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier in diesem Blog werde ich Euch von meinem großen Abenteuer als Romanautorin erzählen. Und natürlich wird es hier auch Kurzgeschichten und andere Texte geben. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ich freue mich, wenn Ihr mir folgt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 19 Aug 2022 21:54:20 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.autorin-heikewolff.de/der-anfang</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/9ac82cfa4a364601b5ac6379d2f31ece/dms3rep/multi/Heike+%2899%29.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
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